Unser Auftrag

 

In unserer Forensischen Klinik werden psychisch kranke und suchtkranke Straftäter behandelt.

Die Patienten haben sehr unterschiedliche Straftaten begangen:
das Spektrum reicht von Trunkenheitsfahrten und Beschaffungskriminalität im Rahmen einer Suchterkrankung über Eigentumsdelikte bis hin zu Straftaten gegen Leib und Leben.Unser Auftrag 2

Etwa 15 Prozent der Patienten haben vor ihrer Aufnahme Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung begangen. Der Anteil der Frauen im Maßregelvollzug ist äußerst gering — er liegt zwischen 3 bis 5 Prozent

Genau wie Justizvollzugsanstalten sichern Maßregelvollzugseinrichtungen straffällig gewordene Personen und schützen dadurch die Bevölkerung.

Aber es gibt einige deutliche Unterschiede zum Strafvollzug. Innerhalb der Sicherung werden im Maßregelvollzug psychische Krankheiten behandelt.

Darüber hinaus wird dem einzelnen Patienten das Rüstzeug zum Führen eines straffreien Lebens vermittelt, um ihm so wieder die Möglichkeit zu geben, sich wieder in die Gesellschaft einzugliedern. Bei der Behandlung kommen verschiedene Therapieformen zum Einsatz.

Unsere Patienten erlernen Verhaltensweisen und Werte, die für andere Personen mitunter selbstverständlich scheinen.

Wir geben unseren Patienten den Rahmen einer sinnhaften Alltagsgestaltung vor.

Damit ist ein strukturierter Tagesablauf umschrieben, dass heißt

  • Zeiten für Beschäftigung (dies beinhaltet auch durchaus die Erfüllung von Pflichten),
  • für die Widmung persönlicher Probleme in therapeutischen Angeboten sowie
  • für eine innerhalb der Unterbringung frei verfügbare Zeit.

In diesem Rahmen vermitteln wir unseren Patienten die Grundregeln sozialen Verhaltens, dass heißt

  • eine gewaltfreie, konstruktive Konfliktbewältigung,
  • Selbstbeherrschung,
  • Ehrlichkeit,
  • Klarheit,
  • Verantwortungsgefühl und Verlässlichkeit, aber auch
  • den positiven Umgang mit eigenen Fähigkeiten,
  • Selbstbewusstsein und nicht zuletzt
  • Zuversicht.

Am Ende dieses Prozesses sollte ein Patient befähigt sein, zu seinen Mitmenschen eine von gegenseitigem Respekt und Achtung getragene Beziehung einzugehen.

Mit Ausnahme der Suchtbehandlung nach Paragraph 64 Strafgesetzbuch ist vom Gesetzgeber die Unterbringung im Maßregelvollzug von vornherein zeitlich nicht befristet worden.

Lockerungen — vom begleiteten Ausgang über Langzeiturlaub bis hin zur Entlassung auf Bewährung — werden nicht automatisch gewährt, sondern hängen ausschließlich von der therapeutischen Entwicklung des einzelnen Patienten ab.

Diese Entwicklung wird nicht nur von den direkt eingebundenen Mitarbeitern, sondern auch regelmäßig von Sachverständigen und Gutachtern beurteilt.

Knapp 8 Prozent aller psychisch gestörten Täter bleiben für immer hinter Klinikmauern, weil sie sich nach heutigen Erkenntnissen einer Therapie nicht zugänglich erweisen.

Durch verstärkte Sicherheitsbemühungen ist die Zahl der Entweichungen in den letzten Jahren — trotz insgesamt gestiegener Patientenzahl — kontinuierlich zurückgegangen.

Bei rund 80 Prozent der entlassenen Patienten kommt es nach der Entlassung nicht zu einem ernsthaften Rückfall.

Auch bei Lockerungsmaßnahmen oder während Entweichungen sind Zwischenfälle die Ausnahme.

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Ansprechpartner:
Ärztlicher Direktor / Maßregelvollzugsleiter
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Facharzt für Neurologie
Prof. Dr. med.
Dominikus Bönsch
Am Sommerberg 21
97816 Lohr a.Main
Tel: 09352 503-30001
Fax: 09352 503-30000
Leitender Oberarzt, Stellvertretender Maßregelvollzugsleiter
Harald Nöth
Am Sommerberg 64
97816 Lohr a.Main
Tel: 09352 503-60001
Fax: 09352 503-60000
Sekretariat Ärztlicher Direktor
Bärbel Stiehler
Am Sommerberg 21
97816 Lohr a.Main
Tel: 09352 503-30001
Fax: 09352 503-30000

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